Costa Daurada (Goldene Küste)

Karte: Costa Dorada

o.a. Costa Daurada

Die Costa Daurada (katalanisch; span. Costa Dorada; Goldene Küste) ist ein 216 km langer Küstenstreifen im Nordosten Spaniens, der sich von Vilanova i la Geltrú im Norden bis zum unmittelbar südlich des Ebrodeltas gelegenen Alcanar im Süden erstreckt.

Somit bildet sie den gesamten Küstenbereich der Provinz Tarragona.


Im Gegensatz zur weiter nördlich liegenden Costa Brava ist die Costa Daurada von langen, feinkörnigen und sanft abfallenden Sandstränden geprägt, die geradezu ideale Voraussetzungen für den Badetourismus bilden. Der Anteil von Sandstränden im Vergleich zu Felsküsten liegt an der Costa Daurada deutlich über dem anderer spanischer Küstenabschnitte.


Der gelbliche Sand der Strände ist von feinen Glimmerkörnern durchsetzt. Dadurch funkelt und glitzert der Sand, vor allem im Brandungsbereich, im Sonnenlicht golden. Daher dürfte auch der Ursprung des Namens Goldene Küste rühren.


Barcelona

Barcelona  ist die Hauptstadt Kataloniens und zweitgrößte Stadt Spaniens. Sie liegt am Mittelmeer, circa 120 Kilometer südlich der Pyrenäen und der Grenze zu Frankreich. Barcelona ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz und der Comarca Barcelonès.


Innerhalb des Stadtgebietes leben etwa 1,6 Millionen Menschen, darunter 15,9 Prozent Ausländer (Stand: 31. Dezember 2005). Somit ist Barcelona die elftgrößte Gemeinde der Europäischen Union, nach Hamburg die zweitgrößte, die nicht die Hauptstadt eines Mitgliedstaates ist und die nach Paris am dichtesten besiedelte Millionenstadt Europas. Zusammen mit den in der Àrea Metropolitana de Barcelona zusammengeschlossenen Gemeinden der Agglomeration beträgt die Einwohnerzahl 3,16 Millionen. Im weiteren Einzugsbereich der Metropolregion (Àmbit Metropolità de Barcelona) leben insgesamt 4,86 Millionen Menschen. Barcelona gehört zwar nicht zur Costa Daurada aber als Hauptstadt Kataloniens ein muss diese Stadt zu erwähnen.


Vilanova i la Geltrú

Vilanova i la Geltrú (Spanisch: Villanueva y Geltrú) ist eine spanische Stadt in der Autonomen Region Katalonien. Sie liegt 45 km von Barcelona und 40 km von Tarragona entfernt. Sie ist die Hauptstadt der Comarca Garraf in der Provinz Barcelona. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 66.000



In der Mitte des 18. Jahrhunderts, als König Carlos II der Stadt Vilanova den Handel mit Amerika erlaubte, erlebte die Stadt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein Fortschritt zeigte sich nicht nur in der Anhäufung von Reichtümern, sondern gleichzeitig in einem Aufblühen der Kultur. Damals wurden die ersten sociedades recreativas gegründet, Orte der Begegnung und der Erholung. Hafen von VilanovaVilanova i la Geltrú wurde offiziell 1274 gegründet, als König Jaume I ihr das Stadtrecht verlieh, und hat eine große Geschichte, die sich in zahlreichen Orten von kultureller Bedeutung zeigt. Die goldene Zeitalter der Stadt war die Romantik, eine Zeit, die sich gut an Gebäuden wie dem Museo Víctor Balaguer, das durch ihn als letztem Minister für die spanischen Überseegebiete in Auftrag gegeben wurde, widerspiegelt. Andere wichtige Paläste und Herrensitze sind die Casa Renard, Foment Vilanoví, Casa Cabanyes', Casa Samà und Can Pahissa. Kulturell bedeutsame Einsiedeleien und Kirchen sind Sant Cristòfol, Sant Gervasi und Santa Maria de la Geltrú. In der letzteren befindet sich ein bedeutendes Altarbild aus dem 18. Jahrhundert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erscheinen die eindrucksvollen Gartenanlagen, die der Stadt ein großstädtisches Flair gaben und zu großen Teilen auf Kontakte wie beispielsweise mit der Insel Kuba zurückgehen. Diese festliche und kulturelle Atmosphäre, die sich erst in Erholungsgärten zeigte, schlug sich schließlich in geschlossenen Spielstätten nieder. 1804 errichtete Pedro Grumà das erste Theater in der Stadt die Sala, ein quadratisches Gebäude mit Gewölben, das sowohl als Theater als auch als Ballsaal diente.


Torredembarra

Torredembarra ist eine Stadt in der katalanischen Provinz Tarragona im Nordosten Spaniens. Sie liegt in der Comarca Tarragonès.


Die Gemeinde liegt zwischen Tarragona (13 km) und Barcelona (75 km) an der Costa Daurada. Torredembarra oder La Torre, wie die Stadt auch oft (inoffiziell) genannt wird, ist römischen Ursprungs. Die Bedeutung der Siedlung begann aber erst 1057 mit der Schenkung Raimund Berengars I., des Grafen von Barcelona, an einige Ritter, die sich im Gegenzug verpflichteten, einen steinernen Turm zu errichten. Der einfache Turm wurde zunächst Clará, später Torredembarra genannt. Aus dieser Siedlungszeit zeugen noch die romanischen Teile der Kirche Sant Joan de Clará. Nachdem diese alte Burg im Laufe der Zeit verfiel, ließ der örtliche Feudalherr Lluís d’Icart 1565 in der Mitte der heutigen Stadt eine Wohnfestung bauen. Die Stadt erweiterte sich im 18. Jahrhundert aufgrund des Aufschwungs des Handels und der Geschäfte der reichen Amerikaheimkehrer deutlich. Der historische Fischereiort hat sich ab den 1960er Jahren zu einem touristischen Zentrum entwickelt. Heute ist der Fremdenverkehr eine wesentliche Einnahmequelle von Torredembarra. Der Legende nach beendete das Eintreffen eines Bildes der Heiligen Rosalia 1640 eine Pestepidemie. Daher ist nicht der eigentliche Namenstag der Schutzheiligen am 4. September der höchste Feiertag in Torredembarra, sondern der Jahrestag des Eintreffens des Bildes und es wird am 15. Juli La Festa del Quadre de Santa Rosalia ("Fest des Bildes der Heiligen Rosalia") gefeiert. Torredembarra hat eine Tradition in Castellers-Wettbewerben; 1983 kam es beim Aufbau einer dieser Menschenpyramiden zu einem tödlichen Absturz eines Enxaneta der Gruppe Nois de la Torre. Die Pfarrkirche Sant Pere wurde 1680 errichtet und 1705 mit einer Barockorgel ausgestattet. Dort hängt auch das in Torredembarra verehrte Bild der Heiligen Rosalia.

Das älteste erhaltene Bauwerk des Orts ist der Stadtturm im Mudejarstil aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Er dürfte Teil der alten Burg gewesen sein. Das Rathaus von Torredembarra in der ehemaligen Wohnfestung von Lluís d’Icart ist das einzige weltliche Renaissancegebäude, das in Katalonien erhalten ist. Vor dem 4 km langen feinsandigen Strand befindet sich auf einem Betonsockel, auf dem früher die Schleppmaschinerie für die Fischerboote befestigt war, eine Skulptur von Rafael Bartolozzi: "Alfa i Omega".


Salou

Salou ist eine Küstenstadt in der Provinz Tarragona (Katalonien /Spanien), etwa 15 km von der Provinzhauptstadt Tarragona entfernt.


Sie hat 26.345 Einwohner (Stand 1. November 2011). Die Wirtschaft der Stadt basiert hauptsächlich auf dem Tourismus. In der Nähe befindet sich der Themenpark PortAventura. Die Stadt verfügt über vier größere Strände. Die Platja de Llevant (Oststrand), ist mit einer Länge von 1,2 km der größte. Daneben gibt es einige kleinere Badebuchten.

An der Strandpromenade Passeig de Jaume I. befindet sich eine als Casa Bonet bekannte Villa, die vom Architekten Domènech Sugranyes i Gras entworfen wurde, einem Schüler Antoni Gaudís.


L´Ametlla de  Mar

L’Ametlla de Mar ist eine Gemeinde in der katalanischen Provinz Tarragona in Spanien. Bei einer Fläche von 67.14 km² beträgt die Einwohnerzahl 7341

Die 16 km lange Küste von L'Ametlla de Mar mit seinen reizvollen und zum Teil noch unberührten Landschaften bietet viele Gelegenheiten zum baden und wandern.

Der Hafen von l'Ametlla de Mar untersteht direkt der Verwaltung der Generalitat de Cataluña, die von der Kommission der Häfen Kataloniens ausgeübt wird. Der Bau des Hafens begann 1929 und bis zum Jahre 1986 war es der einzige Hafen Kataloniens, der allein für die Fischerei genutzt wurde. Die neue Halle befindet sich an der Mole des Ufers der neuen Fischfängerboote-Anlegestelle, begrenzt von einer Mole zum Entladen von Fischerbooten, die sie von den Docks für die Sportboote trennt. Das Gebäude besteht aus einem rechteckigen Baukörper mit einem Satteldach.


Amposta

Amposta ist eine spanische Stadt im Südosten Kataloniens. Sie ist der Hauptort der Comarca Montsià.



Sie ist die südlichste Comarca, sowohl der Provinz Tarragona als auch ganz Kataloniens.

Die Gemeinde liegt am Ebro, nahe dem Ebrodelta, mit einer Erhebung von 8 Metern über dem Meeresspiegel. Die Einwohnerzahl betrug 21.375 am 1. November 2011. Die Landwirtschaft, insbesondere der Reisanbau, bildet den größten Wirtschaftszweig.

Sehenswert sind die Hängebrücke über den Ebro sowie die Überreste einer mittelalterlichen Burg. Zum Wandern bietet sich das ausgedehnte Ebrodelta mit den Lagunen von Tancada und l´Encanyissada sowie die Reisfelder in der von Kanälen durchzogenen Delta-Landschaft an. Sehenswert sind auch die Wasserquelle (ullals) und die Sümpfe. Amposta bildet darüber hinaus den Ausgangspunkt für Ausflüge ins Ebro-Delta und verfügt über Flussschifffahrt.


Alcanar

Alcanar ist die südlichste Gemeinde Kataloniens. Sie liegt in der Comarca (Kreis) Montsià in der Provinz Tarragona, an der Grenze zur Autonomen Gemeinschaft Valencia.



Für viele Spanier mit Zweitwohnsitz sowie für Touristen ist der Strand von Alcanar (Platja de l’Estanyet) ein Anziehungspunkt. Bekannt wurde die Gemeinde 1978, als ein mit Gasflaschen beladener Lastwagen explodierte. Die Bilanz der Tragödie: 217 Tote und über 300 verletzte Personen. Ein mit 23 Tonnen Propen beladener 38-Tonner-Tanklastzug befand sich auf dem Weg von der Raffinerie des Staatsunternehmens Enpetrol in Tarragona zu einem Raffineriekomplex in Zentralspanien. Vermutlich, um die Autobahngebühr zu sparen, die der Tankwagenfahrer aus eigener Tasche hätte zahlen müssen, benutzte er die Nationalstraße N-340 Richtung Süden. Nach 102 Kilometern Fahrt – bei Kilometer 159,5 – platzte gegen 14:35 Uhr auf Höhe der Begrenzungsmauer des Campingplatzes Los Alfaques der das Gas enthaltende Tank. Recherchen zur Unfallursache ergaben, dass der Tanklastzug mit 23 statt der vorgeschriebenen 19 Tonnen technisch überladen war. Das freigesetzte Flüssiggas verdampfte sofort, ergoss sich unter anderem über große Teile des Campingplatzes und entzündete sich dort einige Sekunden später an den zahlreich vorhandenen Gaskochern.



 Tarragona

Tarragona ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Süden der spanischen autonomen Region Katalonien. 218 v. Chr. eroberten die Römer die iberische Stadt und machten sie unter dem Namen Tarraco zur Hauptstadt der Provinz.


In Tarragona gibt es viele römische Monumente: das Amphitheater, den Circus, das Forum Romanum, das Grabmonument Torre dels Escipions, den Triumphbogen Arc de Berà, das Mausoleum von Centcelles und die Aquäduktbrücke Aqüeducte de les Ferreres (auch Pont del Diable genannt). Im Jahre 2000 wurde das archäologisches Ensemble von Tarraco zum UNESCO-Welterbe erklärt. Bei aktuellen Bauarbeiten werden immer wieder Reste alter römischer Bauten entdeckt.


Cubelles

Cubelles ist eine Stadt in der Autonomen Gemeinschaft Katalonien in der Provinz Barcelona. Sie liegt in der Comarca Garraf im Nordosten Spaniens am Riu Foix, der unmittelbar westlich des Ortes ins Mittelmeer mündet.


Sehenswert ist die Kirche Santa Maria von 1700 mit ihrem typischen Glockenturm von 1765. Das Castell Marquesos d’ Alfarràs wurde im Jahre 1675 auf den Resten des alten Castillos von Cubelles erbaut. Seit der Renaturierung ist das Flussdelta des Riu Foix, der westlich des Stadtkerns ins Mittelmeer mündet, zu einer kleinen naturkundlichen Attraktion geworden. Das Museo Charlie Rivel bieten einen Überblick über das Leben und Wirken des berühmten Clowns, der in Cubelles beheimatet war.

Wirtschaft, Tourismus und Verkeh: Bis zu Beginn der 1990er Jahre existierte im Delta des Riu Foix ein Zeltplatz namens Camping Paradiso, der auch bei vielen deutschen Touristen beliebt war.


Creixell

Creixell ist eine katalanische Gemeinde in der Provinz Tarragona im Nordosten Spaniens. Sie liegt in der Comarca Tarragonès.

Die Gemeinde liegt zwischen Tarragona (18 Kilometer) und Barcelona (70 Kilometer) an der Costa Daurada und wird durch die Nationalstraße N-340 erschlossen. Obwohl die Gemarkung auch von den Bahnlinien Barcelona-Tarragona, Barcelona-Valls, der Schnellfahrstrecke Madrid–Barcelona sowie von der Autobahn A-7 durchquert wird, besitzt Creixell weder einen Bahnhaltepunkt noch eine Autobahn-Anschlussstelle.

Die langgestreckte Gemarkung erstreckt sich vom zwei Kilometer langen Strand nach Norden bis in das bergige Hinterland. Der Ort wurde im 12. Jahrhundert erstmals als Besitz der bischöflichen Kurie von Barcelona erwähnt. Gegen Ende des gleichen Jahrhunderts kam der Ort zunächst in den Besitz des Benediktinerklosters Sant Pere de Casserres in der Comarca Osona und dann – mit der Säkularisation des Klosters 1572 – in den Besitz der Jesuiten aus Barcelona. Dies blieb bis zur Vertreibung der Jesuiten 1767. Das herausragendste Gebäude ist die Burg aus dem 11. Jahrhundert, obwohl die meisten noch erhaltenen Teile erst ab dem 16. Jahrhundert entstanden sind. Die Pfarrkirche Sant Jaume wurde ab 1559 über einer kleineren romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert erbaut. Der Helm des erst 1771 fertiggestellten Turmes wurde 1917 erneuert und stammt vom modernistischen Architekten Josep Maria Jujol. Wesentliche Einnahmequelle von Creixell ist der Fremdenverkehr. Neben elf Ferienhaussiedlungen gibt es fünf Campingplätze für über 5000 Gäste. Die Festa Major zu Ehren des Schutzheiligen Sant Jaume findet in der Woche vom 25. Juli statt.


Altafulla

Altafulla ist ein Küstenort in der spanischen autonomen Region Katalonien, ca. zehn Kilometer nördlich von Tarragona. Die Einwohnerzahl betrug am 1. November 2011 4856.

Größter Wirtschaftszweig des Ortes ist der Fremdenverkehr, wenngleich Altafulla bisher vom Massentourismus verschont geblieben ist. Der Strand wurde in den letzten Jahren mehrfach aufgeschüttet und verbreitert und gilt als einer der saubersten in ganz Spanien. Altafulla besitzt einen Bahnanschluss und ist auch über den nahegelegenen Flughafen von Reus sowie über den internationalen Flughafen Barcelona gut zu erreichen. Der mittelalterlicher Stadtkern (Vila Closa) ist von einer teilweise noch erhaltenen Stadtmauer umschlossen. Im Ort befindet sich eine große, zeitweise bewohnte Burg. Ausgrabungen mit Überresten der Bauten der römischen Villa rustica Els Munts sind überwiegend im Archäologischen Museum von Tarragona untergebracht. Der Dorfkern steht unter Denkmalschutz. Schutzheiliger der Gemeinde ist Sant Martí (11. November).


Cambrils

Cambrils ist eine Ortschaft mit 33.169 Einwohnern (Stand 1. November 2011) wenige Kilometer westlich von Tarragona im Herzen der Costa Daurada in der autonomen Region Katalonien, Spanien gelegen. Cambrils blickt auf eine lange Tradition als Fischerdorf zurück.


Die Stadt wurde von den Römern gegründet, die sie „Oleastrum“, Stadt des Olivenöls, nannten. Viele Epochen lang diente sie verschiedenen Kulturen als strategisch günstig gelegener Ort. Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus. Der Hafen dient hauptsächlich als Sportboothafen, es findet sich aber auch immer noch eine kleine Fischereiflotte, die werktäglich gegen 16 Uhr einläuft. Die Sortierung des Fanges ist direkt im Hafen zu beobachten. Die traditionelle lokale Gastronomie basiert auf der mediterranen Küche, abgerundet durch Weine aus den Anbaugebieten Priorat, Penedès, Tarragona, Montsant und Terra Alta.

Die nächstliegenden Ortschaften von kultureller Bedeutung sind Tarragona (Kulturerbe der Menschheit UNESCO), Montblanc mit seinem mittelalterlichen Stadtkern, dem Kloster Poblet an der Zisterzienserroute Ruta del Cister sowie Reus, die Wiege des Modernisme (des katalanischen Jugendstils). Diese Gegend diente Künstlern wie Gaudí, Miró, Picasso und vielen anderen als Eingebungsquelle.


Delta

del Ebro

Das Flussdelta in Form eines Dreiecks ragt ca. 20 km in die Costa Daurada. Geteilt durch den Ebro liegt der nördliche Teil in der Comarca Baix Ebre, der südliche Teil in der Comarca Montsià.

Im äußersten Osten, unmittelbar vor der Mündung des Flusses in das Mittelmeer, bildet der Ebro und ein Seitenarm die Insel Illa de Buda. Mit einer Fläche von 12,3 km² ist es die größte Insel Kataloniens. Im Süden ist die Insel la Banya über eine Sandbank mit dem Delta verbunden. Wie ein Flügel ragt im Norden die Halbinsel Punta del Fangar mit ihren Wanderdünen in den Golf de Sant Jordi. Die Stadt Amposta bildet den Zugang zum Delta, in dessen Zentrum sich die Gemeinde Deltebre befindet. Mit einer Fläche von etwa 320 km² ist es nach dem Nationalpark Coto de Doñana das zweitgrößte Feuchtgebiet Spaniens und nach dem Nildelta das zweitgrößte Delta im Mittelmeergebiet. Vor 4.000 Jahren begann die Geschichte des Ebrodeltas, das seine heutige Gestalt der Landwirtschaft (Reisanbau) verdankt. Durch das Anlegen kleiner Bewässerungskanäle mit einer Gesamtlänge von ca. 450 km konnten sich im Laufe der Jahrhunderte Sedimente ablagern, die der Ebro aus den Pyrenäen, dem Kantabrischen Küstengebirge und den Gebirgen im Zentrum Spaniens mit sich führt. Dadurch entstand ein nur wenig über dem Meeresspiegel liegendes flaches Sumpf- und Marschland mit Sanddünen und Lagunen mit Süßwasser, bewachsen mit Röhricht. Das Ebrodelta ist das größte Reisanbaugebiet Spaniens. Auf ca. 75% der Fläche (20.000 Hektar) wird Reis angebaut und bewässert. Der erste Anbau des Getreides geht auf das Jahr 1609 zurück. Heute werden jährliche etwa 90.000 Tonnen Reis produziert. Im Sommer, vor der Reisernte, breiten sich die Stängel der Reispflanzen wie ein grüner Rasen über das Delta aus. Auf der Insel la Banya wird in Salinen aus Meerwasser Salz gewonnen. Geschützt durch diese Insel liegt der Yacht- und Fischerhafen Port de Sant Carles de la Ràpita. Der Reichtum an Zandern, Barschen, Aalen und Welsen bietet vielen Fischern die Lebensgrundlage. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist auch die Zucht von Muscheln in der Bucht von Port del Fangar. An den 70 künstlich angelegten Muschelbänken werden die Schalentiere gezüchtet und geerntet. Etwa ein Drittel des Ebrodeltas wurde 1983 als Naturpark (Parc Natural del Delta de l'Ebre) mit einer Gesamtfläche von 80 km² ausgewiesen. Das gesamte Flussdelta ist ein artenreiches Brut- und Rastgebiet für viele Vogelarten, es dient aber auch als Quartier für die Überwinterung von Zugvögeln aus Nordeuropa. Bei einer Zählung wurden ca. 300 verschiedene heimische Vogelarten, Zugvögel, Enten, Reiher, Watvögel, Möwen, Blässhühner und Flamingos gezählt. In den Monaten September und Oktober, nach der Reisernte, bietet das unbedeckte Sumpfland Nahrung für tausende Vögel.


Reisanbau am Delta del Ebro